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 Typisch amerikanisch

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Typisch amerikanisch: Wie die Amerikaner wurden, was sie sind.

Hans-Dieter Gelfert: Typisch amerikanisch. Wie die Amerikaner wurden, was sie sind.C.H. Beck Verlag, Oktober 2002, EUR 9,90, 194 Seiten.

Typisch amerikanisch. EUR 9,90. Beck-VerlagAls am 11. September 2001 islamistische Terroristen die Türme des World Trade Centers zum Einsturz brachten und das Pentagon in Washington schwer beschädigten, fühlte sich Amerika bis ins Mark getroffen. Dass zum ersten Mal seit dem Unabhängigkeitskrieg Feinde in die für unverwundbar gehaltene Festung Amerika eindringen konnten und im Inneren des Landes feindselige Akte planen konnten, veranlasste viele Kommentatoren zu der Aussage, Amerika werde nie wieder so sein wie vorher. Dieser Satz ist schon vorher bei früheren Anlässen gefallen – beim Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg ebenso wie am Schwarzen Freitag des Jahres 1929. Im Jahre 2002 steht Amerika vor ungeahnten Herausforderungen – doch das Repertoire an Begrifflichkeiten, Stimmungen und Befindlichkeiten, dessen sich Politiker bedienen und das tatsächlich in der Bevölkerung vorhanden ist, war noch nie so sehr der amerikanischen Geschichte verhaftet wie heute.

Der Berliner Forscher und Autor Prof. Hans-Dieter Gelfert analysiert in „Typisch amerikanisch“ all jene Tugenden und Untugenden, die Amerikaner sich selbst – oder andere ihnen – zuschreiben. Er tut dies sachkundig und mit großem Gefühl für die historischen Ursprünge, bringt dabei jedoch aktuelle Bezüge ebenso ein wie Beobachtungen der Popkultur. In der Unterhaltungsindustrie sind viele Genres mittlerweile so verbreitet – etwa Horror- oder Katastrophenfilme oder, den Buchmarkt betreffend, „self-help“-Bibeln – dass ihre amerikanischen Ursprünge übersehen werden. Manch Europäer greift da schnell zu Verallgemeinerungen – man denke an das böse Wort jenes deutschen Theater-„Kulturschaffenden“, der behauptete, die einzige amerikanische Errungenschaft sei die Erfindung des chewing gum – und übersieht dabei, dass es Amerika gelungen ist, aus einer heterogenen Gesellschaft ein im Kern demokratisches und plurales Staatsverständnis zu schaffen. Welches amerikanische Leitmotive das Land zu einer Nation zusammenschweißen und wie dies den Blick der Amerikaner auf die Welt prägt, wird von Gelfert in "Typisch amerikanisch" kenntnisreich dargelegt. Nicht Pro- oder Anti-Amerikanismus ist die Agenda dieses Buches, sondern vorurteilsfreie Aufklärung: Wer sind die Amerikaner? Was prägt ihre kulturellen und politischen Vorstellungen? Was ist die „Conditio Americana“?

Aus den Rezensionen: "... Hans-Dieter Gelferts Buch zu lesen ist ausgesprochen aufschlussreich, denn Gelfert bringt aus einer für die Thematik überaus bekömmlichen Distanz auf den Punkt, worin sich popuäre Klischeevorstellungen von tatsächlichen nationalen Eigenheiten unterscheiden. ... Auf weniger als 200 Seiten gelingt es Gelfert, ein Amerikabild zu schaffen, das auf grossem Kenntnisreichtum fusst und trotz seiner Knappheit keinerlei Tendenz zur Verallgemeinerung aufweist. Klug strukturiert und stringent in der Argumentation, widmet es sich schlaglichtartig den Mythen, Formkräften und der Kultur Amerikas." (Susanne Ostwald, Neue Zürcher Zeitung, 05.12.2002)
"Gelferts Beobachtungen stimmen." (Viola Schenz, Süddeutsche Zeitung, 06.12.2002)