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Willkommen auf unseren Sonderseiten zur Frankfurter Buchmesse 2003. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen einige Neuerscheinungen in diesem Herbst vor. Im Mittelpunkt steht dabei das Messethema "Russland".

Kulturgeschichte  [mehr...]

Orlando Figes, Nataschas Tanz
Orlando Figes: Nataschas Tanz. Eine Kulturgeschichte Russlands, 720 Seiten, geb., Berlin Verlag 2003, EUR 39,80. & Carsten Goehrke: Russischer Alltag. Eine Kulturgeschichte. 421 Seiten (Bd.1), geb., GVA Frieden 2003, EUR 39,80.

Mal ganz ehrlich: Wieviel wissen wir Westeuropäer von der russischen Geschichte? Einige historische Figuren -- berüchtigte zumeist -- dominieren das Russlandbild des Westens, dazu natürlich die Erfahrung des Kommunismus und des Zweiten Weltkrieges in der Sowjetunion des 20. Jahrhunderts. Darüber hinausgehende Bezüge und Zusammenhänge werden, zumal in Deutschland, weder im Schulunterricht noch im Bewusstsein der Öffentlichkeit berücksichtigt, wie die zahlreich verwandten Stereotypen -- vom "Zaren" Putin zum "russischen Bären" -- veranschaulichen.
Zwei jüngst erschienene Werke zur russischen Geschichte versuchen, diesen Mangel zu beheben: Carsten Goehrkes auf drei Bände angelegtes Werk "Russischer Alltag" sowie Orlando Figes' nun auf Deutsch vorliegende Kulturgeschichte Russlands, die unter dem Titel "Nataschas Tanz" firmiert.
Während Figes sich vor allem des Fundus der russischen Belletristik bedient -- der Titel "Nataschas Tanz" ist Tolstois Werk entlehnt --, was Figes Buch (ganz in angelsächsischer Tradition) selbst erzählerische Qualitäten verleiht, widmet sich Goehrke dem Leben der "einfachen Leute" von der Warte der Alltagsgeschichte als empirischer Disziplin. Allerdings hat auch Goehrke keine falsche Scheu davor, auf das Hilfsmittel der historischen Fiktion zurückzugreifen, wenn es die Quellenlage erfordert. Wo Figes mit programmatischen Kapitelüberschriften wie "Auf der Suche nach der russischen Seele" oder "Die Nachfahren des Dschingis Khan" mit der Einbildungskraft des Lesers spielt, geht Goehrke nüchterner und dadurch im Detail anschaulicher vor. Die Alltagsgeschichte lebt eben auch von der Rekonstruktion anschaulicher Alltagsszenen, denn, so Goehrke, "erst aus einer solchen Optik heraus wird deutlich, in welchem Maße sich die 'kollektive Mentalität' der Menschen im Lauf der Geschichte verändert hat und warum sie bis heute vom Überleben unter den Bedingungen eines allmächtigen Staatsapparates gezeichnet ist."
Von Goehrkes Werk liegen bisher zwei Bände vor (471 bzw. 550 Seiten), die für ca. EUR 39,80 erhältlich sind und die die Zeit bis zur prä-stalinistischen Moderne abdecken. Figes' Kulturgeschichte bringt es auf 720 Seiten (ebenfalls EUR 39,80) und ist notwendigerweise summarischer angelegt, zumal sie den Anspruch hat, auch die sowjetische Kultur in ihrer Gesamtheit abzudecken.

Geschichte  [mehr...]

Hans-Heinrich Nolte: Kleine Geschichte Russlands. - Reclam, Oktober 2003. 550 Seiten, gebunden. EUR 18,90.

Kleine Geschichte RusslandsneuIn neuer, gebundener Ausstattung hat der Reclam-Verlag pünktlich zur Buchmesse eine aktualisierte Auflage der "Kleinen Geschichte Russlands" auf den Markt gebracht. Die Darstellung setzt bei der Warägerzeit und der Kiewer Rus ein; im Mittelpunkt stehen, neben einer chronologischen Vermittlung der historischen Ereignisse, die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen und Zusammenhänge des Zarenreichs, der Sowjetunion und des gegenwärtigen Russlands bis in die Putin-Ära.

Theaterwissenschaft  [mehr...]

Anatolij Wassiljew
Anatolij Wassiljew: Dem einzigen Leser. Schriften, Vorlesungen und Notate zum Theater. übers. von Ruth Wyneken - Alexander Verlag, Berlin 2003. 468 Seiten, brosch. - EUR 24,50

Längst ist in Deutschland auch in der Literatur- und Kulturtheorie der Blick nach Westen gerichtet -- auf Amerika und Frankreich. Theoretische Debatten tendieren dazu, sich zu verselbständigen und externe Einflüsse (oder solche, die den Erwartungen nicht entsprechen) zu ignorieren. Derartige Selbstimmunisierung erfolgt in den darstellenden Künsten offenbar seltener -- zumindest würde dies erklären, warum es osteuropäischen Künstlern öfter als osteuropäischen Wissenschaftlern gelingt, die Aufmerksamkeit des deutschen Feuilletons auf sich zu ziehen. Einer, dem dies gelungen ist, ist der russische Regisseur und Theaterpädagoge Anatolij Wassiljew, dessen Schriften der Berliner Alexander Verlag nun in einer Auswahl dem deutschen Publikum vorlegt. Wassiljew, der mit seinen Inszenierungen und durch seine Rolle an der einflußreichen Moskauer "Schule für Dramatische Kunst" über Fachkreise hinaus Bekanntheit erlangt hat, gewährt einen Einblick in seine eigenen Theaterpraxis ebenso wie in die Theaterkultur Russlands und in die jüngere Zeitgeschichte. Ein Vorwort von Peter Stein rundet den Band ab.

Literatur/Interpretationen  [mehr...]

Interpretationen: Tschechows DramenB. Zelinsky: Tschechows Dramen. Interpretationen - Reclam, 2003. 144 Seiten - EUR 4,00

An deutschen Theatern zählt Anton Tschechow zu den meistgespielten Dramatikern. In seiner Reihe mit Drameninterpretationen legt der Reclam-Verlag nun den Band "Tschechows Dramen" vor. "Die Möwe", "Onkel Wanja", "Drei Schwestern", "Der Kirschgarten" -- zu diesen und anderen Werken Tschechows finden sich Interpretationen von ausgewiesenen Tschechow-Kennern. Der Band wurde vom Herausgeber mit einer Gesamtdarstellung des dramatischen Werkes versehen; weiterführende Literaturhinweise machen das Buch auch für fortgeschrittenere Studienzwecke zum nützlichen Begleiter.

Belletristik [mehr...]

Schitkow: Wiktor WawitschBoris Schitkow: Wiktor Wawitsch. Roman - Hanser 2003. 730 Seiten, gebunden. - EUR 27,90

Wer sich ans Erzählen wagt, sollte auch etwas zu sagen haben. Boris Schitkow (1882-1938) hat dies gewiss. 1905 kämpfte er an der Seite der Revolutionäre für die Befreiung vom zaristischen System -- der Chemiestudent bastelte zu diesem Zweck Sprengsätze. Ob er sich an Streikkomitees beteiligte oder gegen antijüdische Pogrome vorging -- Schitkow war auch ein Revoluzzer mit moralischer Sensibilität. Und dennoch -- oder womöglich deswegen -- wurde 36 Jahre später die posthume Erstausgabe seines Romans "Wiktor Wawitsch" in der Druckerei noch vor der Auslieferung gestoppt. Zu nüchtern und unpathetisch ist womöglich dieser Bericht über den Aufstand gegen das unterdrückerische Regime, zu offensichtlich vielleicht auch die Parallele zwischen der beschriebenen zaristischen Unterdrückung und der Unfreiheit unter anderen Vorzeichen im sowjetischen System. Boris Pasternak soll "Wiktor Wawitsch" als "das beste Buch über die russische Revolution" bezeichnet haben. Nun liegt es in deutscher Ausgabe beim Hanser Verlag vor.

Aus den Rezensionen: "Die vielen kleinen Szenen erzählen von den großen Dramen der russischen Gesellschaft jener Jahre, von der Armut, vom Gefälle zwischen Hausknecht und Hausdame, zwischen Mann und Frau, Arbeiter und Firmenchef; von der Orientierungslosigkeit derer, die ausgebeutet wurden, und derer, die ausbeuteten; vom blinden Herumtapsen der Intelligenzija zwischen Anarchie, Sozialismus und Liberalismus. [...] Boris Schitkows 700 Seiten 'Short Cuts' haben einen langen Atem: Sie leben noch heute." (Alexandra Kedves, DIE ZEIT)

Sonderangebote [mehr...]

Sonderangebot: Vier Klassiker zum Sonderpreis!Klassiker der russischen Literatur: Dostojewskis 'Der Idiot', Gogols 'Die toten Seelen', Tolstois 'Anna Karenina', Puschkin 'Erzälungen'. Vier Bände im Schuber, zusammen 3328 Seiten, EUR 24,95. (statt 159 EUR!)

Literatur-Wissen.de freut sich, Ihnen in Partnerschaft mit amazon.de diese vier Klassiker zum Sonderpreis vorzustellen! Wann, wenn nicht anlässlich des Themenschwerpunkts 'Russland' der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, wäre ein besserer Zeitpunkt, sich der russischen Literatur zuzuwenden?

Schule [mehr...]

meyer_leitfadenHilbert Meyer:
Leitfaden zur Unterrichtsvorbereitung.  - Cornelsen, 12. Auflage 1993. Preis: EUR 17,90

Aus dem Vorwort: “Dies ist ein Leitfaden zur Unterrichtsvorbereitung für Berufsanfänger, nicht für routinierte Lehrer und schon gar nicht für Erziehungswissenschaftler! Er ist hemdsärmelig geschrieben und oft auch parteiisch in den Wertungen: "Hemdsärmelig", weil ich bei der ruppigen Kritik gängiger Didaktiken die Standards wissenschaftlicher Absicherung und gepflegter Ausdrucksweise an vielen Stellen verletzt habe; "parteiisch", weil ich einerseits ein nüchtern-kritisches Bild vom Schulalltag gemalt habe, andererseits aber versuche, Sie von meinen eigenen Vorstellungen über guten Unterricht zu überzeugen. Unterrichten wird für den Berufsanfänger schnell zur Schwerstarbeit, die oft genug Angst verursacht. Dieser Leitfaden will Ihnen zeigen, daß Unterrichten sehr viel Spaß machen kann.”

Diese Sonderseite: 1. Oktober 2003

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